Interessantes zu Theoretischer Physik

LokalerRealismus, NichtLokalität, Lokalitätsannahme, Realitätsannahme, Leggett

Lokaler Realismus — was genau ist das?

Wer als Physiker von lokalem Realismus spricht, geht davon aus, dass zwei Annahmen unumstößlich gelten:

Das Phänomen verschränkter Quanten aber zeigt, dass die Natur keineswegs immer lokal-realistisch ist.

Genauer noch: Der britisch-amerikanische Physiker Anthony Leggett konnte 2003 durch Experimente zeigen, dass allein schon die Realitätsannahme — nicht-lokaler Realismus also — zu einem Widerspruch mit den Vorhersagen der Quantenphysik führen kann. Dennoch hat die Quantenphysik recht (wie z.B. 2007 auch Experimente der Gruppe um Anton Zeilinger gezeigt haben).

Den Beweis zu führen hat jene Gruppe Korrelationen zwischen linearer Polarisation an einem Photon und elliptischer Polarisation an einem anderen betrachtet.

Dass die Natur nicht-realistisch ist, bedeutet z.B., dass, wer ein Elektron an einem bestimmten Ort beobachtet, nicht davon ausgehen kann, dass es sich auch ohne sein Beobachten dort zu 100% befun­den hätte: Der Ort, an dem man es beobachtet hat, ist nur der Ort, an dem es als ein überall im Univer­sum — wie schwach auch immer — präsentes Energiepaket mit einem anderen Wellenpaket (einem Teil der Messapparatur) kollidiert ist. Was man beobachtet hat, sind im Zuge dieser Kollision entstandene Licht­wellen oder Spuren vom Kollisionsort wegfliegender neuer Partikel.


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Wissenswertes zu "Leggett, Realitätsannahme, Lokalitätsannahme, NichtLokalität, LokalerRealismus" zusammengestellt durch Gebhard Greiter.
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