Praktisches & Grundsätzliches zur Informatik

Informatik, Mathematik, Software Engineering

Was abstrakte von konkreter Information unterscheidet

Das Wort Informatik entstand (1968) als Abkürzung für den Begriff Informationsverarbeitung.

Oft wird davon ausgegangen, dass Datenverarbeitung und Informationsverarbeitung ein und dasselbe seien. Das aber ist falsch, denn Daten sind zunächst einfach nur abstrakte (d.h. bedeutungs­lose) Information.

Dass konkrete (d.h. interpretierte) Information mehr darstellt als abstrakte, dürfte offensichtlich sein. Aber was genau bedeutet denn nun dieser Unterschied?

Ihn zu erklären, stellen wir uns vor, der Erfinder der Digitalkamera (nennen wir ihn Bob) hätte eine Schwester (Alice) gehabt und schon Jahre lang nicht mehr mit ihr kommuniziert. Nachdem Bob nun mit seiner eben erst erfundenen Digitalkamera eine erste Bilddatei erzeugt hat, schickt er sie an Alice mit der Bitte, ihm zu sagen, was aus ihrer Sicht der Inhalt der Datei ist. Sie — die ja von seiner Erfindung noch nichts weiß — versucht die Datei zu interpretieren und kann nur feststellen, dass ihr Inhalt eine Folge von ASCII-Zeichen darstellt. Auf die Idee, dass es sich dabei um ein Photo von Bob handeln könnte, wäre sie mit Sicherheit nicht gekommen.

Wir sehen an diesem Beispiel, dass
 

Damit ist klar:

Ohne Interpreter kann es nur abstrakte Information geben.


Was sich aus dieser Erkenntnis so alles ergeben kann, z.B. für unser Weltverständnis, wird anhand eines weiteren Beispiels diskutiert in Notiz 0-230.
Wissenswertes zu "Software Engineering, Mathematik, Informatik" zusammengestellt durch Gebhard Greiter.
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