Praktisches & Grundsätzliches zur Informatik

Grundmodell Prozessreife, ProzessQualität

Anzustrebende Prozessreife

Wie systematisch zu arbeiten ist, wird je nach Unternehmen unterschiedlich genau geregelt sein. Unter der Prozessreife eines Unternehmens versteht man die Güte solcher Regelung.

Das am weitesten verbreitete Modell zur Charakterisierung von Prozessreife ist das an der Carnegie Mellon University entwickelte CMMI (siehe etwa [1]). Es unterscheidet 5 Reifegrade.

Einfacher – aber ebenso nützlich – erscheint das folgende nur 3-stufige Modell. Nennen wir es das Grundmodell für Prozessreife. Es sagt:


Aus einer 2003 durch die Carnegie Mellon University initierten Studie zur Fehlerfreiheit von Soft­ware zum Zeitpunkt ihrer Inbetriebnahme geht hervor, dass die bei Ausliefe­rung von Software an den Kunden vorhandene Fehlerdichte typischerweise um etwa den Faktor 10 geringer ist, wenn man im Projekt nicht ungeregelt sondern stattdessen geregelt und gemessen gearbeitet hat.

Jedes Unternehmen sollte daher bestrebt sein, projektübergreifend zu lernen, um so schritt­weise von ungeregelter zu geregelter und gemessener Projektarbeit zu kommen. Entsprechende KPIs zu definieren und erfolgreich zu monitoren kann eine recht anspruchsvolle Aufgabe sein.

Zu Abschluss jeden Projekts, sollte man die jeweils gemachten positiven und negativen Erfah­rungen schriftlich fixieren, analysieren und für kommende Projekte wiederverwendbar publi­zie­ren.


Wie positiv oder negativ alle speziell am Software-Entwicklungsprozess Beteiligten (Manager wie einfache Programmierer) einer ständigen Messung der Prozessqualität gegenüberstehen, geht aus dem Resultat einer Umfrage hervor, die durch Forscher an der Carnegie Mellon University in 2006 durchgeführt wurde:




Quelle: Carnegie Mellon University, 2006

Wissenswertes zu "ProzessQualität, Grundmodell Prozessreife" zusammengestellt durch Gebhard Greiter.
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