Praktisches & Grundsätzliches zur Informatik


Serial Attached Storage (SAS) besser als Fibre Channel (FC)

Systemarchitekten, deren Aufgabe es ist, möglichst performante Speichersysteme zu entwerfen, werden demnächst an SAS nicht mehr vorbeikommen:

SAS kombiniert Merkmale und Vorzüge von SCSI, FC und ATA und erlaubt insbesondere den Anschluss aller SATA Drives.

Wann in etwa SAS unterstützende Produkte mit welcher Performanz verfügbar sein werden, zeigt die

SAS Roadmap


Als Faustregel gilt:

  • Choose SATA when cost is the most important issue.
  • Choose SAS where data avail­ability and performance count.
  • SAS is as fast as FC but without any doubt more affordable than FC. Starting with 2013, SAS disks will have shorter response time than FC drives (by nearly a factor of 2).


Details zu all dem finden sich hier:

  • Aussagen der SCSI Trade Association zu SAS
  • SAS verglichen mit SATA
  • SAS Disks are much cheaper than FC Disks – and FC has no Roadmap beyond 4Gb/s
  • Doc Storage sagt (Mitte 2011): Grundsätzlich sind derzeit 15.000-U/s-Platten mit SAS- und FC-Schnittstelle ungefähr gleich schnell. Zwar bringen SAS-Datenträger rein theoretisch mehr Durch­satz — 6 Gbit im Vergleich zu 4 Gbit — doch sind die 3,5-Zöller mit FC-Schnittstelle den aktuellen SAS-Angeboten bei den I/Os immer noch überlegen.

    Zukunftsträchtiger sind auf jeden Fall die SAS-Laufwerke, da FC-Platten schon in wenigen Jahren nicht mehr verbesserbar sein werden. Gartner und IDC rechnen damit, dass die Fest­plattenhersteller bereits 2013 oder 2014 FC-Disks nicht mehr liefern werden.
  • Schnelle Datensicherung mit SAS – die Tabelle am Ende dieses Beitrags suggeriert: Nur was die Zahl möglicher Geräte, ihre maximale mögliche Entfernung vom Host und unterstützte Kabeltypen angeht, erlaubt FC mehr als SAS.

    Vor allem: Nur FC — nicht aber SAS — unterstützt Verkabelung per Glasfaser.


Eine Notiz aus 2007, in der die Vorzüge von Fibre Channel dargestellt sind, nennt auch seine Nachteile:

Recognized disadvantages to FC are: Fibre Channel has been widely criticized for its expense and complexity. A specialized HBA card is needed for each server. Each HBA must then connect to correspon­ding port on a Fibre Channel switch — creating the SAN fabric. Every combination of HBA and switch port can cost thousands of dollars for the storage organization. This is the primary reason why many organiza­tions connect only large, high-end storage systems to their SAN. Once LUNs are created in storage, they must be zoned and masked to ensure that they are only accessible to the proper servers or applications; often an onerous and error-prone procedure. These processes add complexity and costly management overhead to Fibre Channel SANs.

FRAGE: Beseitigt SAS einige dieser Nachteile? Wenn ja welche?
Wissenswertes zu "SATA, Fibre Channel, FC, Serial Attached Storage, SAS" zusammengestellt durch Gebhard Greiter.
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