Praktisches & Grundsätzliches zur Informatik


Wie man Software-Test organisieren sollte

Wer, wie ich etwa, Gelegenheit hatte, über 30 Jahre hinweg auch die nicht selten zu geringe Effektivität von Software-Testern zu beobachten, dem wird aufgefallen sein, wie viel Geld ein CIO verschwenden kann, wenn er sich keine Gedanken darüber macht, wie man erreichen kann, dass Tester tatsächlich entsprechend dem Wert erbrachter Leistung bezahlt werden (statt nach dem Wert der ihnen bei Vertragsabschluss zugetrauten Leistung).

Wer darüber nachdenkt, wird feststellen:

Für ein Unternehmen, das von IT-Dienstleistern Software-Tester ausleiht, ist deren Effektivität aus nahe liegenden Gründen nur schwer quantifizierbar:
 
  • Wie viele Fehler ein Software-Tester (z.B. pro Woche) findet, hängt keineswegs nur von der Komptenenz des Tester ab, sondern ebenso auch von der schon erreichten Güte des zu testenden Software-Systems.
  • Tatsache ist auch, dass die Effektivität eines Testers stark von der Güte der System-Dokumentation abhängig sein wird, die man ihm zur Verfügung stellt.


Wie aber kann dann erreicht werden, dass Software-Tester leistungsgerecht bezahlt werden?

Die Antwort liegt nahe:

Wie effektiv ein Software-Tester (ein Auftragnehmer als Person oder als Team) arbeitet, kann einzig und allein klar werden, indem man beobachtet, wie effektiv er in Konkurrenz zu anderen an derselben Test­aufgabe arbeitet.

Die Ursache dafür, dass viel Geld, das große Unternehmen heute in Software-Test investieren, wirkungslos verpufft, besteht darin, dass niemand die Tester zwingt, in direkter Konkurrenz zu einander zu arbeiten.

Warum also nicht ein und dieselbe Testaufgabe an jeweils 2 Personen vergeben unter folgenden Bedingungen:
 
  • Bezahlt wird ein Betrag, der an beide zusammen geht,
  • aber aufgeteilt nach Zahl und Gewicht der zum Ende jeder Abrechunungsperiode von ihnen gefundenen Fehler.
Damit dieser Wettbewerb fair ist, muss nur garantiert sein, dass beide — bei gleichen Pflichten — dieselben Vorgaben erhalten, dieselbe Information und auch dieselben Betriebsmittel zur Verfügung gestellt bekommen.

Abgerechnet kann werden kann z.B. quartalsweise.

Unter solchen Bedingungen kann jeder der beiden die eigene Kreativität frei auspielen und sicher sein, dass er leistungsgerecht bezahlt wird.

Umgekehrt hat der Auftraggeber auf diese Weise sein Risiko, wenig kompetente Leute bis Vertragsende zu teuer bezahlen zu müssen, deutlich reduziert.

Nicht zuletzt wird jeder der beiden Konkurrenten bestrebt sein, sich durch krative Testansätze möglichst konkurrenzfähig zu halten. Das wird ihm sebst nützen und ebenso seinem Auftraggeber.
Wissenswertes zu "Konkurrierende Tester sind notwendig, Ideale Testorganisation, Ideale Tester" zusammengestellt durch Gebhard Greiter.
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