Praktisches & Grundsätzliches zur Informatik


Cloud Storage and Cloud Application Services

Langfristig wird der Trend dahin gehen, nur noch virtuellen Cloud Storage zu nutzen — Speicher aus der Steckdose also, den physikalisch zu realisieren und zu verwalten man auf hierauf spezialisierte Anbieter zurückgreift.

Dies wird der Fall sein, sobald

  • ausreichend Bandbreite hinreichend kostengünstig zur Verfügung steht und zudem
  • die Sicherheit der Daten vor unberech­tig­tem Zugriff auch in der Cloud länderüber­greifend ohne jeden Abstrich garantierbar sein wird — technisch und auch unter juristischem Gesichts­punkt exakt definierbar auf Basis von nationalem und internationalem Recht.


Dass auf diesen Zustand hingearbeitet wird, ist schon allein deswegen zu erwarten, weil man mehr und mehr den Wunsch hat, nur noch virtuelle Application Server zu nutzen. ABER: Nur wo Application Server und Storage Service vom selben Provider kommen, kann vermieden werden, große Datenmengen, nur um sie im Batchbetrieb verarbeiten zu können, zwischen solchen Umgebungen hin und herzusenden — um Bandbreite zu sparen und das Sicherheitsproblem möglichst einfach und überzeugend lösbar zu machen, sollten Daten ihre Heimatumgebung nur verlassen müssen, wo man sie dem Benutzer zu präsentieren oder auf seinem Rechner zu verarbeiten wünscht.

Im folgenden eine Sammlung von Links hin zu Produkten, die gestatten — bis all das selbstverständlich geworden ist — performante unternehmenseigene Cloud Storage Lösungen in einfacher Weise bis auf die Hardware hinunter selbst aufzubauen, zu betreiben, und weltweit von überall her zu nutzen (Details in DZone's Guide):


Zu beachten: SAN Systeme sind (da der TCP/IP Overhead entfällt) performanter als NAS Systeme. Siehe aber: SAN vs NAS – A Comparison.

Wo Unternehmen sich heute noch für den Aufbau einer eigenen (voll privaten) Cloud entscheiden, tun sie das sicher nur, um jeden Missbrauch ihrer Daten ausschließen zu können. Sie müssen sich dann aber auch selbst um die Hochverfügbarkeit der eigenen Infrastruktur kümmern (Rechner, virtuelle Maschinen, Hot Standby, Master-Slave-Replikation, etc.) — eine zukunftsorientierte Lösung ist das eher nicht.



Führende Anbieter von Cloud Services (2013)



Lese auch:

  • Learn about Cloud Platform Providers:
    • 2019: Anthos — Google's Angebot:

      Als Cloud Computing Provider hat Google sich über Jahre hinweg eher zurückhaltend präsentiert. Mitte 2019 aber wird Anthos allgemein verfügbar und repräsentiert einen deutlich weniger propriäteren Ansatz als die Angebote von Amazon und Microsoft.

      Motiviert wird er hier: Erwartete Situation bis 2024

      Google's Anthos beinhaltet auch eine sehr überzeugende, komplette Lösung für Security.

      Lies mehr über Google's Strategie + McKinsey's Research Result.

      Man darf gespannt sein, wie sich Googles Marktanteil in Sachen Cloud Computing Services nun im Vergleich zu 2018 entwickeln wird. Damals lagen Googles Preise bei nur etwa 60% derer von Amazon, wobei vielen aber dennoch Amazons Angebot attraktiver erschien. Urs Hölzle — Technikchef von Google — verkündet: "Mit Anthos sind alle Unternehmen wieder auf derselben Plattform. Für Software-Anbieter wird das Geschäft mit Unternehmen dadurch so einfach wie das mit Konsumenten. Dies wird die Industrie total verändern."

      Vorher galt:
       
    • 2017: Deutlich vor Microsoft und Google wird Amazon immer mehr zum Spitzenreiter
    • Wie Oracle sich als Cloud Provider positioniert — Larry Ellisons's Politik (2018)
    • Auf dem Markt der cloudbasierten Entwicklungsplattformen werden sich maximal drei große Player durchsetzen. Amazon und Microsoft, so Forrester (2015), gehören in jedem Fall dazu, heißeste Kandidaten für den dritten Platz seien Google, IBM und Salesforce. Zugleich werden sich in Nischen eine ganze Reihe kleinerer Anbieter etablieren.

      Ab 2016 laufen Entwicklungsumgebungen immer häufiger nicht auf den Standard-Servern eines Unternehmens, sondern – wenn nicht ohnehin in der Cloud – in eigenständigen Entwicklungs-Containern. [CW]

      Mit dem Siegeszug von Containern und Microservices ist rund um Docker ein umfangreiches Ökosystem zur Container Orchestrierung entstanden. Recht beliebt scheint die Open Source Lösung Kubernetes (K8s), deren erste Version erst 2016 publiziert wurde.
       
  • Eine Idee für absolut sichere Datenablage in der Cloud
  • Pironet – ein deutscher PaaS-Anbieter
  • Desaster Recovery as a Service (DRaaS) — z.B. als IaaS von Claranet (verteilbar auf derzeit 32 Rechenzentren in Europa)
  • Knowledge Management mit Empolis Smart Cloud: Es geht heute kaum geschickter ...

 
Beispiele gelungener SaaS Lösungen für Klein- und Kleinstanwender:

  • Amazon WorkMail — privater Mailserver in der Cloud — von überall her zugreifbar
    Preislich liegt Workmail mit 4 Dollar pro Inbox und Monat allerdings im Bereich von Office 365 und Google Apps for Business, die beide einiges mehr können.
  • Shopify — von KMUs geschätzt als SaaS-Basis für ihre Shopsysteme
  • Debitoor Online — Buchhaltung in der Cloud für z.B. Handwerker
  • S-Verein — kostengünstige SaaS-Lösung für Vereinsverwaltung (10 EUR/Monat, erzeugt SEPA-konforme Lastschriftdateien, verwaltet Mitglieds- und Buchungsdaten, produziert Serienbriefe und Spendenbescheinigungen)
  • SaaS Finanzsoftware für KMUs (10 Produkte, z.B. Zervant): typischerweise für 25 EUR/Monat
     
  • ERP für KMUs: Alle wichtigen Geschäftsprozesse vereint in einer einzigen Lösung: Marketing und Vertrieb, Projektmanagement, Abrechnung, Buchhaltung, Dokumentenmanagement.

    Ende 2016 setzen etwa 1500 Kunden auf Scopevisio (u.A. auch die Germania Versicherung). Zur Zielgruppe gehören vor allem Firmen mit 500 bis 700 Mitarbeitern, für die eine SAP-Lösung zu teuer wäre.

    Sie auch Lexware Cloud Produkte für Kleinunternehmer und Selbständige.

Wissenswertes zu "Products, Cloud Application Samples, Cloud Storage" zusammengestellt durch Gebhard Greiter.
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