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Unsere Welt zu verstehen:  Weltformel Teilchen



 Beitrag 0-495
 
 

 
Auf der Suche nach einer sog. » Weltformel «

 
 
Unter einer » Weltformel « versteht man ein physikalisches Modell, welches in der Lage ist, den gesamten Inhalt des Universums zu beschreiben unter Berücksichtigung sämtlicher Grundkräfte der Physik (und somit im Prinzip wenigstens auf jeder nur denkbaren Skala ohne jeden Verlust an Genauigkeit.
 
Mit anderen Worten: Man versteht darunter ein Modell, welches die Quantenphysik mit Einsteins allgemeiner Relativitätstheorie zusammenzuführen gestattet.
     
  • Bekanntester Kandidat für so ein Modell ist Stringtheorie (deren Befürworter sich derzeit aber in einer Sackgasse sehen).
     
  • Ernst zu nehmen — aber weit weniger umfassend angelegt — ist die durch Carlo Rovelli und Lee Smolin vorgeschlagene Schleifenquanten-Gravitations-Theorie, auch » Loop Quantum Gravity « genannt.
     
  • Derzeit noch ignoriert scheint Felix Finsters Theorie der » kausalen Fermionensysteme « obgleich er doch behauptet, eine wirklich umfassende Lösung zu haben, die zudem noch mathematisch nicht besonders schwierig erscheint, da sie nur auf der Theorie der Hilberträume basiert.
     
  • Ein ganz besonders naheliegender Ansatz — der aber bisher auch nur ein Schattendasein führt — ist der von Xiao-Gang und seinen Schülern, welcher ausgeht von folgender Idee:
     
    Wie in der Quantenfeldtheorie wird alles, was Energie darstellt — Materie wie Strahlung — als Anregung des Feldes der physikalischen Grundkräfte betrachtet. Über Fourier-Entwicklung stellt sie sich dar als Summe abzählbar vieler harmonischer Wellen, deren jede genau ein QuBit darstellt. Damit ist der gesamte Inhalt des Universums als aus QuBits bestehend erkannt: Sie sind die "Körnchen", aus denen sich alles zusammensetzt.
     
    Ich weiß bisher nur von zwei Professoren der Physik, welche — von anderen Physikern scheinbar völlig ignoriert — unabhängig von einander diesen Ansatz verfolgen: Thomas Görnitz einerseits und Xiao-Gang andererseits.
     
     
     
    Die Teilchen des Standardmodells sind hiernach kollektive Bewegungen dieser QuBits,
     
    also noch lange nicht die wirklich unteilbaren Bausteine aller Materie.

     
     
    Nach einer Abschätzung von Thomas Görnitz besteht jedes Elektron aus grob 1030, jedes Proton sogar aus etwa 1040 QuBits.

     
     
     
    Xiao-Gang fand in seinem Ansatz — ganz so wie die Stringtheoretiker in ihrem — auch ein Quasiteilchen, welches alle Eigenschaften des Gravitons hat. De-facto also ist auch er auf der Jagd nach einer umfassenden "Theorie von Allem", obgleich er selbst — so denkt Sabine Hossenfelder auf Seite 251 ihres in 2018 erschienen Buches Das hässliche Universum — eigentlich nur die Mathematik des Standardmodells "von ihrem Schmutz befreien" möchte.
     
     
    Man erinnere sich: Die Stringtheorie erschien von Anfang an vor allem deswegen so interessant, da sie auch das Graviton kennt. Warum also wird Xiao-Gangs Modell, welches denselben Vorzug hat, bisher so gar nicht zur Kenntnis genommen?
     
    Wie Xiao-Gang betont,
       
    • braucht er im seiner Welt der QuBits keine Symmetrie, um bei niedriger Energie die Eichsymmetrien des Standardmodells zu bekommen: Sie ergeben sich dann von selbst durch Emergenz.
       
    • Zudem hätten er und seine Mitarbeiter Hinweise darauf, dass sein Modell auch die Allgemeine Relativit#ätstheorie enthalte, wobei er aber zugibt, dass sie in dieser Hinsicht noch keine endgültigen Schlüsse gezogen haben.
       
    • Um die Spezielle Relativitätstheorie zu bekommen, bedarf es einer Feinabstimmung der Parameter des Modells. Warum das so sein muss, weiß er derzeit nicht.

     
     
    Note: Physiker nennen eine Zahl, die eine Erklärung zu fordern scheint, eine » Feinabstimmung «. Als » natürlich « gilt jede Theorie, die ohne solche Zahlen auskommt.

     


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