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Unsere Welt zu verstehen:  Biologische Gehirne



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Biologische Gehirne im Lichte der Quantenphysik


 
System-Isolation

 
und wie es kommen könnte, dass

 
Körper und Gedanken wechselwirken

 
 
Aus Sicht klassischer Physik sind Systeme nur dann isoliert, wenn sie sich räumlich nicht durchdringen, noch besser: wenn sie rämlichen Abstand von einander haben.
 
Ganz anders in der Quantenphysik: Hier gelten zwei Systeme als isoliert voneinander, wenn ihnen Wechselwirkung unmöglich (bzw. weitgehenst unmöglich) gemacht wurde. Dies kann auch dann der Fall sein, wenn sie sich räumlich durchdringen. Bestes Beispiel hierfür ist durch eine Glasfaser gesandtes Licht.
 
Nur isolierte Quantensysteme werden sich nicht miteinander verschränken, denn: Jede Wechselwirkung erzeugt Verschränkung.
 
Görnitz stellt fest: Messbar sind Hirnaktivitäten, nicht aber die Gedanken selbst. Dies bringt ihn zur Vermutung, dass Gedanken von der materiellen Welt isolierte Quantensysteme seien. Mich erinnert das ein bisschen an Sheldrake These morphogenetischer Felder.
 


Thomas und Brigitte Görnitz:
 
Auf jeden Fall kann davon ausgegangen werden, dass die im Bewusstein und auch die im Unterbewussten vorhandene Information sich mit den Zuständen des Körpers verschränkt.
 
Durch solche Wechselwirkung wird für das den Gedanken darstellende Quantensystem die Isolation vom Körper aufgehoben. Beider Zustände werden aneinander gekoppelt [zueinander korrelliert].
 
Betrachten wir z.B. die Sehwahrnehmung: Jedes einlaufende Photon bewirkt einen Quantenabsorptionsprozess im Sehpurpur der Netzhaut: eine irreversible Reaktion, die quantenphysikalischer Messprozess ist. Aufgrund durch ihn geschaffener Fakten werden Signale ins Gehirn gesandt, die dort Wirkungen auslösen, die selbst wieder Messprozesse sind und daher Fakten schaffen. Im dortigen Nervengewebe können so weitere Quantenzustände erzeugt werden, die z.B. mit anderen Zuständen aus dem Gedächtnis — mit Erinnerungen — abgeglichen werden.
 
Da jeder Gedanke (wenn er tatsächlich Quantensystem sein sollte) nicht nur lokal existiert, kann das zu Wechselwirkung zwischen ihm und anderen Teilen des Gehirns führen.
 
Mit entsprechend viel kleinerer Wahrscheinlichkeit sogar zu Wechselwirkung zwischen ihm und anderen Objekten unserer Welt (d.h. nicht nur mit solchen, die Teil des Körpers sind, von dessen Gehirn wir hier sprechen.
 
 
Lies auch: M. Spitzer: Ketchup und das kollektive Unbewusste, Schattauer (2001).

 


 
Quelle: Thomas & Brigitte Görnitz: Der krative Kosmos, Spektrum-Verlag (2002), Kap. 12.2


 


aus  Notizen  zu:

Gehirne, Gedanken und wie Gedanken den Körper steuern (könnten)


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