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Unsere Welt zu verstehen:  Materie Materieteilchen



 Beitrag 0-72
 
 

 
Über die wahre Natur aller (sog.) Materie

 
 
Materieteilchen sind in Wirklichkeit Stellen eines allgegenwärtigen Feldes von Kräften,
 
an denen die Feldstärke weit höheren Wert hat als um diese Stelle herum.

 


Stratis Karamanolis sagt auf Seite 49 seines Buches » Die Suche nach der Weltformel « (2006):
 
Jedes Materieteilchen, beispielsweise ein Elektron, ist ein winziger Bereich eines riesigen Feldes, in dem die Feldstärke extrem hohen Wert annimmt so dass eine vergleichsweise sehr große Feldenergie sich auf eine kleine Stelle des Raumes konzentriert.
 
Solch ein Energieknoten — der aber keineswegs klar gegen das übrige Feld abgegrenzt ist — breitet sich durch den leeren Raum aus wie eine Wasserwelle auf der Oberfläche eines Sees.
 


 
Wo die Summe all dieser Wellen — gegeben durch die ortsabhängige, gerichtete Feldstärke — einen besonders langen Vektor darstellt, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich an dieser Stelle  W i r k u n g  ergibt, besonders hoch. Wo solche Wirkung dann wirklich eintritt, besteht sie im spontanen Ersetzen einer kleinen Menge M1 der Wellen durch eine andere Menge M2 solcher Wellen, wobei die Wellen aus M1 ihrer Summe nach ebenso viel Energie darstellen wie die aus M2.
 
Wenn M2 Lichtwellen enthält, glauben wir, an jener Stelle Materie zu sehen (bzw. Teilchen beobachtet zu haben).

 


Walter Thirring (Zitat):
 
Die moderne theoretische Physik hat unser Denken vom Wesen der Materie in neue Bahnen gelenkt. Sie hat den Blick vom zunächst Sichtbaren, den Teilchen, weitergeführt zu dem, was dahinter liegt, dem Feld:
 
Anwesenheit von Materie ist nur Störung des vollkommenen Zustandes des Feldes an dieser Stelle, etwas Zufälliges, ...
 
Dem entsprechend gibt es auch keine einfachen Gesetze, welche die Kräfte zwischen Elementarteilchen beschreiben. Ordnung und Symmetrie sind im dahinter liegenden Feld zu suchen.
 



Einstein (Zitat):
 
Wir können daher Materie als den Bereich des Raumes betrachten, in dem das Feld [von Kräften] extrem dicht ist. [...]
 
In dieser neuen Physik ist kein Platz für beides, Feld und Materie, denn das  F e l d  ist die einzige Realität.
 


 
 
Geschichtliches:
 
Das Konzept des Feldes geht zurück auf Michael Faraday: Er stellte sich Kraftlinien vor (heute würde man sagen: Kraft modellierende Vektoren), die sich aus Magneten und elektrisch geladenen Körpern ausbreiten und den gesamten Raum ausfüllen.
 
Die erste Feldtheorie stellen Maxwells Gleichungen für das Zusammenspiel von elektrischen und magnetischen Kräften dar.
 
Ihm folgend hat Einstein 1915 seine Gravitationstheorie (die sog. Allgemeine Relativitätstheorie) ebenfalls als Feldtheorie formuliert.
 
Um etwa 1970 wurden dann die sog. Young-Mills-Felder erarbeitet (zurückgehend auf frühere Arbeiten von C.N. Young und seinem Schüler R.L. Mills). Es sind dies Felder zur Beschreibung der Wechselwirkung sämtlicher subatomaren Teilchen.

 


aus  Notizen  zu:

Wie moderne Physik uns die Struktur aller Materie beschreibt


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