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Unsere Welt zu verstehen:  Entstehen Materie



 Beitrag 0-478
 
 

 
Wie es zum Entstehen von Materie kommen konnte

 
 
Heute setzen die meisten Kosmologen auf die durch Guth vorgeschlagene Inflationstheorie — auf ein Geschehen also, wie man es sich unwahrscheinlicher kaum vorstellen kann:
 
Guth nahm an, dass ein skalares Feld, das sog. Inflationsfeld, existiert hat, welches eine riesige Menge von Energie sozusagen "zum Kochen brachte".
 
So wie sich in kochendem Wasser Dampfblasen bilden, bilden sich im Inflatonsfeld sog. Taschenuniversen: kleine Regionen, in denen das Inflationsfeld zusammenbricht und der Raum dann kaum noch weiter expandiert.
 
Jede Art von Materie, die vor der Inflation schon existiert haben mag, wird durch die Inflation zu fast nichts verdünnt — auf verschwindend kleine Dichte ausgedehnt — so dass ein Taschenuniversum zunächst so gut wie leer ist.
 
Die ungeheuere Energie aber, die im Inflationsfeld steckt, muss beim Zusammenbruch des Feldes neue Form annehmen — und diese Form ist Wärme, genauer: elektromagnetische Strahlung: Jene, die wir heute noch als inzwischen schon stark abgekühlte kosmische Hintergrundstrahlung beobachten.
 
Nach Einsteins Formel E = mc2 und Heisenbergs Unschärferelation können Elementarteilchen jeder Art entstehen, solange nur ausreichend viel Energie zur Verfügung steht.
 
Protonen, Elektronen und Neutrinos sind auf diese Weise entstanden zu einer Zeit, als das Universum noch weit über eine Milliarde Grad heiß war: Je höher seine Temperatur, desto schwerer die Materieteilchen, die so entstehen konnten.
 
Unmittelbar nach Zusammenbruch des Inflationsfeldes könnte unser Universums eine Temperatur von 1027 (= 1000 Billionen Billionen) Grad gehabt haben.
 
 
 
Quelle: Paul Davis: Der kosmische Volltreffer, Campus 2008, S. 87-88

Kosmische Inflation
 
Kritische Stimmen zum gängigen kosmologischen Modell ( dem ΛCDM-Modell )
 
Wichtige noch ungeklärte Beobachtungen


 


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