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Zur Hintergrundunabhängigkeit von ART und Quantenphysik

 
 
Die wichtigste begriffliche Eigenschaft der allgemeinen Relativitätstheorie (ART) besteht in der sogenannten Hintergrundunabhängigkeit.
 
Man versteht darunter die Tatsache, dass in der ART den Raum-Zeit-Koordinaten überhaupt keine physikalische Bedeutung mehr zukommt, sondern nur noch den Beziehungen zwischen den Feldern auf der Raum-Zeit, zu denen auch das metrische Feld gehört, welches das Gravitationsfeld darstellt.
 
Dies hat damit zu tun, dass es in der allgemeinen Relativitätstheorie überhaupt keine absoluten Größen mehr gibt, da auch die Metrik — im Gegensatz zur speziellen Relativitätstheorie (SRT) — in der ART zu einer dymamischen Größe wird.
 
 
Das aber bedeutet, dass die Raumzeit ohne die in ihr enthaltenen dynamischen Objekte gar nicht existiert.

 
 
Dennoch kennt die ART — in einem relationalen Sinne — räumlich-kausale Strukturen, da in ihr ja — als zentrale, dynamische Größen — Felder auf der Raum-Zeit beschrieben werden.
 
 
 
Die Quantentheorie — in ihrer der abstrakten Hilbertraum-Formulierung — geht noch weiter: Sie verzichtet auf Begriffe wie Raum, Körper, Feld, Teilchen, Bewegung, Wechselwirkung, Masse oder Ladung. Nur die Zeit muss beibehalten werden.

 
Und so kommt dem Raum in der Quantentheorie noch weniger Bedeutung zu als in der ART.

 
 
 
Quelle: Martin Immanuel Kober (2018) in Fortführung des Ansatzes der Ur-Alternativen von Carl Friedrich v. Weizsäcker


 


aus Notizen zu:

Quantensysteme


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