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Unsere Welt zu verstehen:  Physik Gedanken



 Beitrag 0-428
 
 

 
Zur Physik der Welt aller Gedanken

 
 
Ideen entstehen als Gedanken. Dennoch kann jede Idee (z.B. in schriftlicher Form) länger existieren als sie gedacht wird. Idee und Gedanke können daher nicht ein und dasselbe sein.
 
Dass Ideen deutlich länger als ihre Urheber existieren können, ist auch offensichtlich: Sie überleben durch Überlieferung, und ein und dieselbe Idee kann mehrfach in unterschiedlicher Form gedacht werden. Sie zu denken erfordert ein denkendes Gehirn, aber aufbewahrt werden (= existieren) kann sie auch in Formen, die kein Gehirn mit involvieren: man denke an schriftliche oder elektronisch abgespeicherte Formen der Darstellung einer Idee.
 
Es macht also Sinn, zu definieren:

    Unter einem Gedanken sei
     
    jede von einem Gehirn direkt erzeugte physikalische Manifestation einer Idee verstanden:
     
    Es ist das stets ein die Idee darstellendes Wellenpaket im Feld der physikalischen Grundkräfte.

 
Wie lange aber existiert — aus naturwissenschaftlicher Sicht heraus — ein Gedanke in diesem Sinne? Stirbt er wirklich schon mit dem Gehirn, das ihn generiert hat? Und wenn nicht: Als was genau existiert die Welt der Gedanken, worunter wir die Summe aller je entstandenen, noch existierenden Gedanken verstehen wollen?
 
 
Die Antwort hierauf ist recht einfach:
 
So wie wir den Begriff » Gedanke « definiert haben, entsteht die Welt der Gedanken als materielles Produkt von Gehirntätigkeit, d.h. — wie Quantenphysik uns lehrt — als Summe harmonischer Wellen im Feld der physikalischen Grundkräfte.
 
Die in diesem Zusammenhand wohl weitaus wichtigste dieser Kräfte ist die elektromagnetische Kraft, und so nehmen wir zunächst mal stark vereinfachend an, dass jeder Gedanke eine elektromagnetische Welle sei, d.h. ein Paket harmonischer elektromagnetischer Wellen. Da sie einzeln aufhören zu existieren, und da sie sich — um Hindernisse herum gebeugt — mit Lichtgeschwindigkeit als Kugelwelle ausbreiten, ist offensichtlich, dass
     
  • jeder Gedanke deutlich länger und auch außerhalb des ihn erzeugenden Gehirn existieren kann
     
  • sich über die Zeit hinweg aber ständig abschwächen wird (er wird immer dann schwächer werden, wenn eine der ihn mit darstellenden harmonischen Wellen aufhört zu existieren).

Mit anderen Worten: Jeder Gedanke — jede Idee also, der ein Gehirn physikalische Existenz verschafft hat — ist ein Signal, das sich — um Hindernisse herum gebeugt und über die Zeit hinweg schwächer werdend — im Weltall ausbreitet ganz so wie sich in einem ruhenden Gewässer eine Welle ausbreitet, die entsteht, wenn ein Stein oder ein Regentropfen hineinfällt.
 
 
Wer nun denkt, es könne gut sein, dass alle durch unser Gehirn erzeugten Gedanken — als elektromagnetische Wellen — noch im Inneren unseres Schädels aufhören zu existieren der irrt, wie folgende Beobachtung zeigt:

     
    Wolf Singer, Direktor am Max-Planck-Institut für Hirnpsychologie, hat schon Mitte der 1980-er Jahre zusammen mit dem amerikanischen Naturforscher Charles Gray entdeckt, dass ganze Bündel von Nervenzellen synchron im 40- bis 80-Hertz-Bereich Signale senden und dadurch ein orchesterartiges Zusammenspiel von Gehirnwellen ermöglichen.
     
    Allein schon ihrer Wellenlänge wegen, können solche Gehirnwellen nicht auf das Innere unseres Schädels beschränkt sein: Sie strahlen weit über ihn hinaus.
     
    Beim Versuch, diese "Orchestermusik" mathematisch zu analysieren, stößt man auf Probleme der mathematischen Chaostheorie, insbesondere auf sog. "chaotische Attraktoren" (es sind dies Zielgebiete von Handlungsabläufen, bei denen ein ganz beliebig kleiner äußerer Einfluss entscheiden kann, welches Ziel angenommen wird: Man spricht vom sog. "Schmetterlingseffekt", da man den ersten chaotischen Attraktor in der Wetterkunde gefunden hat, in einer Wettersituation, in der schon der Flügelschlag eines Schmetterlings darüber entscheiden kann, ob ein Orkan entsteht oder ausbleibt).
     
    Bei der Komplexität eines menschlichen Gehirns ist mit Millionen solch chaotischer Attraktoren zu rechnen, so dass man sich sehr gut vorstellen kann, dass Quantenprozessen eine Schlüsselfunktion zukommt, was Ergebnisse unseres Denkens betrifft. Woher Willensimpulse kommen, wird so zu einer Frage, die ohne Berücksichtungung quantenphysikalischer Gesetze ganz sicher nicht zuverlässig entschieden werden kann. Insbesondere ist demnach hirnbiologisch nicht mehr auszuschließen, dass sie mit auch durch aus fremden Gehirnen kommende Gedanken getriggert sein können.
     
    Der Bewusstseinsforscher Christof Koch gab Günter Ewald explizit recht, als er ihm diese Argumentation vortrug. Er schrieb ihm (Zitat, 2007): "Man kann damit rechnen, dass die anlaufende Erforschung nichtlinearer Hirnvorgänge, insbesondere eine Weiterentwicklung der 1987 entdeckten 40-Hertz-Schwingungen im Gehirn, über chaostheoretische Probleme oder auch direkt in quantenphysikalischen Überlegungen, insbesondere Quantenkohärenz und Nicht-Lokalität, hineinführen werden."
     
    Quelle: Günter Ewald: Auf den Spuren der Nahtoderfahrungen (2012), S. 126-128


 


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