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Unsere Welt zu verstehen:  Nachdenken Blasen



 Beitrag 0-401
 
 

 
Nachdenken über Blasen-Universen

 
 
Wie Prof. Helmut Satz im Video [V] und noch ausführlicher in seinem Buch [B] erklärt, gilt die Theorie ewiger Inflation als die heute am ehesten plausible Theorie der Entstehung des kosmischen Raumes (des Weltalls), in dem wir leben.
 
Nach dieser Vorstellung wäre unsere Welt ein sog. Blasenuniversum: eine Blase, die sich im falschen Vakuum gebildet hat durch Zusammenbruch eines Energiepotentials, das sich vorher dort irgendwo angehäuft hatte. Die durch seinen spontanen Zusammenbruch notwendigerweise frei werdende Energie hat — während der unglaublich kurzen Inflationsphase von nur 10-34 sec — geschaffen, was wir heute an Materie und Strahlung antreffen.

     
    Wie aber muss man sich eine » Blase « in diesem Sinne vorstellen?
     
    Wie viel Dimensionen kann sie haben?
     
    Und ist es denn wirklich offensichtlich, dass unsere Welt das Innere jener Blase darstellt?
     
    Könnte unsere Welt nicht auch einfach nur die Haut der Blase sein (und dann das Weltall, in dem wir leben, wirklich endliche Größe haben, obgleich das falsche Vakuum sich unendlich weit erstreckt?

 
Stringtheoretiker vermuten, dass unsere Welt 11 Dimensionen hat: eine noch unbekannter Art, sechs kompaktifizierte und dann natürlich die uns offensichtlichen vier Dimensionen: 3 räumliche und 1 zeitliche (von denen wir nicht wissen, ob sie kompakt sind).
 
Dimension in diesem Sinne wäre ein 1-dimensionaler Teilraum unserer Welt. Kompaktifiziert zu sein bedeutet, er wäre (wenn metrischer Raum) nur endlich groß, so dass es dann darin keine beliebig großen Entfernungen geben könnte.

     
    Stringtheoretiker stellen sich jede der kompakten Dimension gerne als » aufgerollt « vor.
     
    Helmutz Satz verwendet ein anderes, ganz sicher noch hilfreicheres gedankliches Bild: Wer aus einem Flugzeug heraus die Erdoberfäche betrachtet — unseren Lebensraum —, dem wird er als 2-dimensionale Oberfläche der 3-dimensionalen Erdkugel erscheinen, d.h. i.W. als flach, da die Höhe von Bäumen oder Häusern ja sehr viel kleiner ist als die Ausdehnung des flächenartigen Bereichs, der durch Felder und Wiesen gegliedert ist.

 
Unser Lebensraum also ist grob 2-dimensional, genau genommen aber 3-dimensional, und Bewegung senkrecht zur Erdoberfläche — entweder tief hinein ins Innere der Erde oder weit hinaus ins Weltall — fällt uns so schwer, so dass wir dabei nicht weit kommen.
 
Könnte dann also unser Lebensraum im falschen Vakuum — unser Universum — nicht vielleicht doch noch i.W. nur die Oberfläche einer Blase sein (vergleichbar mit der Oberfläche der Erde)?

 


aus  Notizen  zu:

Unser Universum


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