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Unsere Welt zu verstehen:  Gottesbilder



 Beitrag 0-378
 
 

 
Erste abstrakte Gottesbilder

 
 
Xenophanus von Kolophon — ein Zeitgenosse des Pythagoras — stellte den Begriff des Göttlichen explizit ins Zentrum seiner Philosophie.
 
Er sah dieses Göttliche als körperlosen, reinen Geist, ganz ohne menschliche Züge (so, wie es später auch Einstein tat).
 
Xenophanus Idee muss auf dem Hintergrund des damaligen griechischen Denkens gewürdigt werden, in dem der Himmel ja noch von allzu menschlichen Göttern bewohnt wurde, etwa von Zeus, der neben einer Schwester und einer Frau auch noch zahlreiche Geliebte hatte. Es war diese Idee des Göttlichen also eine wirklich bedeutende Neuerung im philosophischen Denken jener Zeit.
 
 
Nur wenig später hat dann Heraklit des Begriff des Logos eingeführt, der für eine Art Weltgesetz steht. Das dem Logos unterliegende Weltgeschehen, so Heraklit, sei vor allem durch Wandel und Dynamik gekennzeichnet (» alles fließt «).
 
Aus heutiger — betont wissenschaftlicher, physikalischer — Sicht heraus könnte man unter diesem » Logos « die Summe aller mathematischen Wahrheit sehen. Sie nämlich steuert die sich ständig in Fluss befindliche Verteilung aller Energie im Universum, ist unabänderliches Gesetz und regiert ohne jede zeitliche Einschränkung. Sie ist Wurzel aller Naturgesetze.

 


aus  Notizen  zu:

Gott und die Physik


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