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Unsere Welt zu verstehen:



 Beitrag 0-347
 
 

 
Wo Quantenphysik und Relativitätstheorie einander widersprechen



Claus Kiefer (2008):
 
Dass das Gebäude der Physik noch nicht vollendet sein kann, zeigt sich nirgendwo deutlicher als am » Problem der Zeit «:
 
ART und Quantenphysik gehen von einem Zeitbegriff aus, wie er unterschiedlicher nicht sein kann:
     
  • Die Quantenphysik hat Newtons absoluten Zeitbegriff übernommen, und so ist die Zeit dort ein äüßerer Parameter, den das physikalische Geschehen nicht beinflusst, der aber dennoch unverzichtbar ist: Die Wellenfunktion entwickelt sich in der Zeit.
     
    Auch Hinzunahme der SRT ändert daran nichts, denn zwar vereinigen sich dort Raum und Zeit zur Raumzeit, die aber ist dort immer noch nur feste Bühne für eine Dynamik, die das Gefüge der Raumzeit nicht antastet.
     
  • Erst die ART befreit die Raumzeit von diesen Fesseln und unterwirft sie dynamischen physikalischen Gleichungen: Einsteins Feldgleichung.

 
Da die Zeit nun aber nicht beides sein kann
     
  • absolut wie in der Quantentheorie
     
  • und dynamisch wie in Einsteins Gravitationstheorie,

muss die gegenwärtige Physik unvollständig sein.
 
Man erwartet, dass erst eine vereinigte Theorie der Quantengravitation den Zeitbegriff harmonisieren wird.
 


 
Quelle: Claus Kiefer: Der Quantenkosmos, Fischer 2008, S. 222.


 


aus  Notizen  zu:

Objekt vs Modell (in der Physik)


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