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Unsere Welt zu verstehen:  Menschliches Denken



 Beitrag 0-267
 
 

 
Künstliche Intelligenz (KI) denkt rein algorithmisch. Genau deswegen kann sie menschliches Denken nicht ersetzen, denn:

 
 
Menschliches Denken ist mächtiger als algoritmisches Denken

 
 
Diese Erkenntnis bescherte uns Gödels Beweis für seinen Unvollständigkeitssatz.
 
Ausgehend von irgend einem formalen System, welches mächtig genug ist, wenigstens die Arithmetik aller natürlichen Zahlen zu beschreiben, fand Gödel — mit Hilfe von Cantors Diagonalverfahren — eine Aussage Pk(k),
     
  • welche in diesem System formulierbar, aber doch nicht ableitbar ist,
     
  • obgleich Menschen sie als wahr erkennen können.


Penrose (auf S. 105 seines Buches Computerdenken) nennt Konsequenzen davon:
 
Aber warum sollte uns diese spezielle Aussage Pk(k) beunruhigen?
 
Wie wir im Laufe obiger Beweisführung festgestellt haben, konnten wir einsehen, dass Pk(k) wahr ist. Formalisten — Leute, die nur formales Denken gelten lassen wollen — sollte das beunruhigen, denn gerade durch unsere Schlußfolgerung haben wir bewiesen, dass der formalistische Begriff von » Wahrheit « notwendigerweise unvollständig ist.
 
Sollte man also überhaupt nicht von Wahrheit reden, sondern nur von Beweisbarkeit innerhalb eines bestimmten formalen Systems [einer KI]?
 
Von diesem Standpunkt aus aber könnte man Gödels Argumentation in ihrer oben gegebenen Gestalt nicht entwickeln, denn wesentliche Teile dieser Beweisführung beruhen auf Schlussfolgerungen darüber, was tatsächlich wahr bzw. nicht wahr ist.
 


Wir sehen: Keine KI kann biologische Gehirne — wie etwa das von Gödel — ersetzen.


 


aus  Notizen  zu:

Intelligenz – echte und künstliche


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