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 Beitrag 0-247
 
 

 
Wozu brauchen wir eine

Theorie der Quantengravitation?

 
 
Das Standardmodell der Elementarteilchen — ja die gesamte Quantenphysik — krankt daran, dass beide die Existenz der Gravitationskraft völlig ignorieren. Eben deswegen versagt die Quantenphysik, wenn es darum geht, den Urknall oder das Zentrum Schwarzer Löcher zu betrachten — Situationen also, in denen Quantenfluktuation und Gravitation gleichermaßen dominant wirken.
 
Newtons Formel für die Stärke der Gravitationskraft gleicht dem Abstandsgesetz für die Coulomb-Kraft zwischen elektrischen Ladungen. Dennoch ist es bisher nicht gelungen, eine Theorie zu finden, in der beide Kräfte gleich gut beschrieben sind.
 
Die elektrische Kraft zwischen geladenen Teilchen ist Folge eines ständigen Austausches von Photonen, den zu beschreiben vor flachem Hintergrund gut gelingt. Bei extrem kleinen Distanzen aber stellt sich die Situation anders dar: Der ständigen, dort zunehmend mehr ins Gewicht fallenden Quantenfluktuation wegen, kann man bei geringen Entfernungen nicht mehr von einem glatten, nicht störenden Hindergrund ausgehen: Man spricht dort von Quantenschaum (was aber nur andeuten will, dass jede Portion von Energie, die zwischen Teilchen ausgetauscht wird, auf dem Weg zwischen ihnen ständig mit virtuellen Teilchen kollidiert, ihr Weg also nicht schnurgerade sein kann).
 
 
Die Auswirkungen solcher Störung werden erst bei Distanzen von weniger als einer Plancklänge bedeutsam.
 
Sie zu beschreiben, benötigen wir eine Theorie, welche man heute die Theorie der Quantengravitation nennt, aber noch nicht verfügbar hat.
 
Erst auf gröberer Skala — aus gröberer Sicht heraus — relativieren sich die Effekte der Quantenfluktuation so stark, dass man sie vernachlässigen kann.


 
 
Bisher diskutierte Ansätze für eine Theorie der Quantengravitation:

 


aus Notizen zu:

Theorie der Quantengravitation


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