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Verschiebung (im Sinne der Psychologie)
 
und was sie quantenphysikalisch sein könnte

 
 
Man versteht darunter die Tatsache, dass der Akzent — die emotionale Bedeutung oder auch die Intensität — von Vorstellungen sich von ihnen lösen und auf andere übertragen kann, die mit den ersten durch Emotionsketten verbunden sind.
 
Quanteninformation kann sich unter bestimmten Bedingungen in Teile aufspalten, und diese Teile können sich als eigenständige Objekte mit anderen neu zusammenfinden und so neue Ganzheiten bilden.
 
Derartige Vorgänge finden auch bei einer Verschiebung statt, die sich im Unterbewusstsein abspielt, bei dem sich ein emotionaler Informationsanteil — z.B. wegen seines bedrohlichen Inhalts — von seiner objektiven Verursachung ablösen und auf andere, als weniger bedrohlich empfundene, übetragen kann.
    So mag man sich z.B. über den Chef ärgern, schluckt diesen Ärger herunter, und wird dann am Abend daheim plötzlich über eine Reaktion der Kinder ärgerlich, die man unter anderen Umständen kaum zur Kenntnis genommen hätte.

In der Sprache der Quantentheorie hat man es hier mit einer Transformation von Zuständen zu tun, die
     
  • sowohl als Bewegung ( unitäre Drehungen ) im Hilbert-Raum.
     
  • als auch als Projektionsvorgänge
zu verstehen sind.
     
  • Im ersten Fall hat man es mit reiner Quanteninformation zu tun, die Veränderung von Wahrscheinlichkeiten darstellt, ohne dass hierbei etwas faktisch werden würde.
     
    Dieser Vorgang ist reversibel und wäre ohne weiteres rückgängig zu machen.
     
     
  • Der zweite Fall aber entspricht einer "Messung", bei der etwas "passiert". Sie muss nicht vollständig, sondern kann auch teilweise sein in dem Sinne, dass nicht auf einen ganz bestimmten Zustand projeziert wird, sondern auf einen Teilraum dann immer noch möglicher Zustände.
     
    In diesem Fall aber kann der Vorgang nicht mehr ungeschehen gemacht werden, da Projektionen ja nicht injektiv sind.
     
    Dies kann als ein Modell für Verschiebung im psychologischen Sinne dienen.

 
 
Quelle: Thomas & Brigitte Görnitz: Der kreative Kosmos, Spektrum-Verlag (2002), S. 330-331


 


aus  Notizen  zu:

Objekt vs Modell (in der Physik)


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