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Unsere Welt zu verstehen:  Bewusstsein Unterbewusstsein



 Beitrag 0-102
 
 

 
KI hat kein Bewusstsein
 
und hat schon gar kein Unterbewusstsein

 
 
Alle bisher ins Leben gerufene KI ist einfach nur ein Mechanismus, der — heute immer noch in streng deterministischer Weise — auf eine genau definierte Menge von Signalen reagiert, indem er sie nach fest vorgegebenen Regeln in Reaktion umsetzt.
 
Wie weit solche KI von menschlicher Intelligenz entfernt ist, macht klar, was Ulrich Warnke (Universitätsdozent und Gründungsmitglied der Gesellschaft für Technische Biologie und Bionik e.V.) in seinem Buch Quantenphilosophie schreibt:


Ulrich Warnke (2011):
 

Bewusstsein ist die treibende Kraft und die Fähigkeit eines Wesens,
 
Information als solche zu erkennen und zielgerichtet — intelligent also — zu verarbeiten.

 
Bewusstsein ist demnach ein  P r o z e s s . Aber hätte nach dieser Definition nicht jeder Computer ein Bewusstsein? Nein, keineswegs, denn:
 
Allein nur das Bewusstein zu betrachten, bedeutet, die Rolle des Unterbewusstseins nicht ausreichend zu würdigen.
 
 
Das Unterbewusstsein des Menschen befähigt ihn,
 
Information auch über Gefühle zu empfangen und intelligent zu verarbeiten:

 
 
Deutlich über 95% aller in einem Menschen stattfindender Intformationsverarbeitung wird vom Unterbewusstsein erbracht. Es nimmt etwa 109 Informations­einheiten pro Sekunde auf. Kaum 1% davon gelangt über die Bewusstheitsschwelle.
 
Wichtiger noch: Unsere über das Bewusstsein gesteuerte Vernunft hat keine Kontrolle über die automatisch ablaufenden Gefühlsaktivitäten des Unterbewusst­seins, und das ist gut so, denn die Automatik des Unterbewusstseins reagiert hochintelligent und um Größenordnungen schneller als unser bewusst arbeitender Verstand. Dies dient unserem Schutz, und zudem bekommen wir so die Möglichkeit, uns in unserem bewussten Denken auf das jeweils Wesentliche zu konzentrieren, so dass wir nicht gehemmt werden durch einen Zwang, alle uns ständig überflutende Information komplett verarbeiten zu müssen: Wir können in eigener Entscheidung Prioritäten setzen.
 
KI oder ein Computer aber haben kein Unterbewusstsein. Und das ist der wichtigste Grund dafür, dass sie keine Gefühle kennen, also auch nur emotionslos arbeiten können.
 
Und so gilt: Kein geistig gesunder Mensch wird jemals durch KI voll ersetzbar sein.
 


 
Halten wir also fest:
 
  • KI kennt keine Emotionen, keine Intuition, kein Gewissen; sie kennt nur Regeln und ist gezwungen, sie anzuwenden.
     
  • Die Sinnhaftigkeit einer Regel in Frage zu stellen, kommt ihr gar nicht erst in den Sinn.
     
  • Sie versagt, wo keine der ihr mitgegebenen Regeln anwendbar ist.

Manche Leute denken, dass sich über per Computer simulierte neuronale Netze dennoch irgendwann auch wirkliche Intelligenz entwickeln könnte. Welche Argumente dafür bzw. dagegen sprechen, ist kurz angerissen auf Seite Warum ein Computer (oder Roboter) wohl doch niemals wird Geist entwickeln können.
 
 

Lies auch: Klaus Heinerth (1998): Können Computer Bewusstsein entwickeln?


 


aus  Notizen  zu:

Intelligenz – echte und künstliche


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