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 Beitrag 0-23
 
 

 
Bestehen Lebewesen wirklich  n u r  aus Materie?

 
 
Fragen wir spezieller: Wie wahrscheinlich ist es, dass jeder Mensch ausschließlich aus Materie besteht?
 
Materie ist nur  e i n e  Form, in der Energie auftreten kann. Legt nicht allein schon diese Tatsache die Frage nahe, ob nicht zumindestens  d e n k e n d e  Lebewesen aus mehr als nur Materie bestehen? Könnte es nicht sehr gut sein, dass z.B. jeder Mensch in seiner physischen Existenz aus Teilen besteht, die nicht in Form von Materie vorliegende Energie sind?
 
Die meisten Menschen sterben in einem Alter, das weit höher ist als das Alter jeder einzelnen Zelle, aus der sie kurz vor ihrem Tode (auf Materie reduziert) bestehen: Ihr Körper — das weiß man heute — ist einem Anzug vergleichbar, der sich abnützt und laufend dort durch neues Gewebe ersetzt wird, wo altes sich verschlissen hat. Damit aber kann doch ganz offensichtlich kein materieller Teil eines Menschen — auch nicht sein Gehirn — mit ihm selbst identifiziert werden. Wenn sein Gehirn aber nur Schnittstelle zwischen seinem materiellen und seinem NICHT materiellen Teil ist, stellen sich zwei überaus relevante Fragen:
 
  • Kann die Lebensdauer seines nicht-materiellen Teiles (seines "Geistes" also) größer sein als die seines Körpers?
  • Und wie könnte Physik seinen nicht-materiellen Teil modellieren (unter der Annahme, dass er vollständig aus Energie besteht und somit auch nur Paket von Wellen ist, die sich ständig auf- und abbauendes Kraftpotential darstellen)?

 
Wie der Placebo-Effekt — und die Tatsache, dass es ihn wirklich gibt — sehr deutlich zeigt, kann der nichtmaterielle Teil des Menschen den materiellen Teil nicht nur steuern, sondern in seiner Entwicklung positiv oder negativ beeinflussen.
 
Anders ausgedrückt: Der nicht in Form von Materie vorliegende Teil des Menschen kann den Körper des Menschen (d.h. seinen in Form von Materie vorliegenden Teil) wenigstens so weit mit gestalten, als dass er Druck aufbauen kann, der mitbestimmend dafür ist, in welche Richtung jener Körper sich entwickelt. Interessant ist, dass dieser Druck wohl auch auf Körper anderer Individuen einwirken kann:
 
    Im Jahre 1952 machte ein junger britischer Arzt — Albert Mason — einen Fehler, der ihm zu kurzer Berühmtheit verhalf: Mason behandelte einen 16-jährigen Jungen gegen sein Warzen mit Hypnose (da Mason und auch andere Ärzte damit schon öfters Erfolg hatten). Der vorliegende Fall war ein ganz besonders schwerer: Die lederne Haut des Buben erinnerte an die eines Elefanten, nicht an die eines Menschen. Während der Junge in einer hypnotischen Trance war, erzählte im Mason, die Haut auf seinem Arm werde heilen, so dass er dort bald rosarote, ganz normale Haut haben werde. Und tatsächlich, als der Junge eine Woche später wieder kam, sah der Arm zu Masons Freude sehr gesund aus. Doch als Mason den Jungen zu einem Chirurgen mitnahm, der zuvor erfolglos versucht hatte, dem Jungen zu helfen, erfuhr Mason, dass er eine Fehldiagnose gestellt hatte: Der Chirurg, äußerst erstaunt über die nun gesunde Haut, teilte Mason mit, der Junge litte nicht an Warzen, sondern stattdessen an einer unheilbaren Erbkrankheit (an Ichthyose, einer angeborenen Verhornstörung der Haut). Durch die Kraft des Geistes hatten Mason und sein Patient etwas erreicht, das zu jener Zeit als absolut unmöglich galt. Mason setzte die Hypnose-Sitzungen fort und zum allgemeinen Erstaunen wurde die gesamte Haut des Jungen allmählich gesund und rosa (gesunde Haut hatte er vorher nur auf seiner Brust gehabt).
     
    Als Mason im British Medical Journal über seine so erfolgreiche Behandlung der Ichthyose veröffentlichte [Mason, 1952], gab es eine Sensation: Die Medien stürzten sich auf ihn, und zahlreiche Patienten mit dieser bis dahin unheilbaren Krankheit baten ihn um Hilfe. Doch es zeigte sich, dass die Hypnose nicht das Wundermittel war, auf das sie gehofft hatten: Mason arbeitete mit einigen dieser Patienten, doch es gelang ihm nie mehr, ähnliche Ergebnisse zu erzielen wie mit dem Jungen. Mason selbst schrieb dieses Versagen seiner eignenen inneren Einstellung zu. Er konnte nicht wieder zu der unbefangenen Haltung zurückfinden, in der er nach seiner festen Überzeugung » einen schweren Fall von Warzen « behandelt hatte. Er war sich jetzt vollkommen bewusst, dass er etwas behandelte, was alle anerkannten Mediziner als eine angeborene, unheilbare Krankheit betrachteten. Er tat zunächst so, als sei er davon unbeeindruckt, doch später (2003) erzählte er in einem Interview im Discovery Channel, dass er diese Leichtigkeit nur vorgetäuscht habe.
     
    Die interessante Frage, die sich nun stellt, ist: Wie konnte es kommen, dass in diesem Fall der menschliche Geist stärker war als genetische Programmierung? Und wie konnte Masons innere Einstellung zum Heilungsversuch dessen Ergebnis beeinflussen?
     
    [ Mason, 1952 ]: A Case of Congenital Ichthyosiform Erythrodermia of Brocq Treated by Hypnosis. British Medical Journal 30: 442-443


 


aus Notizen zu:

Biologie aus quantenmechanischer Sicht


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