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Unsere Welt zu verstehen:



 Beitrag 0-16
 
 

 
Freier Wille — Schopenhauer und Einstein sahen ihn als begrenzt

 


Albert Einstein (1934)
 
An Freiheit des Menschen im philosophischen Sinne glaube ich keineswegs.
 
Jeder handelt nicht nur unter äußerem Zwang, sondern auch gemäß innerer Notwendigkeit.

 
Schopenhauers Spruch: » Ein Mensch kann zwar tun, was er will, aber nicht wollen, was er will «, hat mich seit meiner Jugend lebendig erfüllt und ist mir beim Anblick und Erleiden der Härten des Lebens immer ein Trost gewesen und eine unerschöpfliche Quelle der Toleranz.
 


 
Schopenhauers Aussage zeigt klar:
 
 
Ich, als Person, verfüge dann und nur dann über freien Willen, wenn alles, was ich will, von mir selbst als mein Wille gesetzt wurde.

 
 
Das aber führt dann sofort zur Frage:
 
 
Welcher Teil des Universums ist eigentlich der, der mich — in dem Sinne, dass er meinen Willen definiert — ausmacht?

 
 
Mit anderen Worten: Man könnte auf die Idee kommen, zu sagen:
 
 
Wer oder was auch immer definiert, was  i c h  will, genau das  b i n  ich.
 
Wer diese Definition des Begriffes » ich, als Wollender « akzeptiert, für den würde schon per definitionem gelten, dass er tatsächlich freien Willen hat.


 
 
Note: Was verschiedene Philosophen über das nach ihrer Ansicht vorhandene Ausmaß unseres freien Willens zu sagen habe, findet sich zusammengestellt ausgehend von Seite Ansgar Beckermann: Haben wir einen freien Willen?. Vorsicht aber: Wenn man liest, was Beckermann über Determinismus schreibt, könnte man auf die Idee kommen, er selbst — obgleich Professor für Philosophie — würde noch nicht mal die einfachsten Regeln der Logik beherrschen (siehe Trugschluß eines Philosophen).


 


aus  Notizen  zu:

Freier Wille — nur begrenzt?


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