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Quantencomputer wären keineswegs Alleskönner

 
 
Soweit man derzeit sehen kann, würden Quantencomputer das Rechentempo keineswegs für alle Rechenaufgaben drastisch steigern:
  • Sie wären extrem schnell für Suchaufgaben, für das Auffinder der Primfaktoren einer Zahl, für Ver- und Entschlüsselungsaufgaben, für Aufgaben also, die sich als Menge gleichartiger, zeitlich parallel abzuarbeitender Teilaufgaben sehen lassen.
  • Bei anderen Aufgaben aber — dem Schachspielen etwa, dem Aufstellen von Flugplänen oder der Durchführung der meisten mathematischen Beweise — dürften Quantencomputer an die gleichen algorithmischen Grenzen stoßen wie heutige Rechner.

 
 
Scott Aaronson, Dozent für Elektrotechnik und Computerwissenschaft am MIT, etwa schrieb:

Aaronson (2010)
 
Falls Quantencomputer jemals funktionieren, wird ihre Hauptaufgabe wohl weniger das Knacken von Codes sein, als vielmehr etwas so Offensichtliches, dass es kaum erwähneswert wirkt: die rechnerische Simulation quantenphysikalischer Prozesse.
 
Sie ist fundamentales Problem in Teilchenphysik, Chemie und Nanotechnik; sogar für Teilfortschritte wurden hier schon Nobelpreise verliehen.
 


Siehe auch sein Buch » Quantum Computing since Democritus « (2013).
 
Wie Aaronsons Blog und seine Publikationslisten zeigen, scheint der Mann unglaublich produktiv zu sein.
Siehe auch sein Teaching Statement

 
 
Wie gegen Ende des Artikels Superrechner für Spezialanwendungen ein Fachmann uns sagt, wird 2012 weltweit schon an etwa 15  v e r s c h i e d e n e n  Ansätzen zum Bau von Quanten-Computern geforscht.
 
Parallel dazu versucht man heute schon, mögliche Programmiersprachen für Quantencomputer zu finden.

 


aus Notizen zu:

QuBits und Quanten-Computer


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