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Unsere Welt zu verstehen:  Lesenswerte Bemerkungen



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Lesenswerte Bemerkungen

     
  • Mastering Google
     
  • So viel verdienen Hacker
     
  • The Entity Framework — Microsoft's OR Mapper
     
  • The Singleton Pattern in C#
     
  • Wahrheiten: 76-80,
     
     
  • Software Development Process
     
  • Software Development Philosophies
     
  • Brooks' Law
     
  • The Cone of Uncertainty
     
     
  • Relativity: The GPS Navigation System
     
  • Big Bang Theory explained
     
     
  • Weltpolitik — Kommentare von Michael Kreutz
     
     
  • USA und Teheran:
     
  • Islam und Europa — was wir noch viel zu wenig verstehen
       
    • Selig sind die Belogenen: Der christlich-islamische Dialog beruht auf Täuschungen - und fördert westliches Wunschdenken.
       
      Zitat daraus: » Christen müssen sich mit dieser feindseligen Einstellung [des Islams ihnen gegenüber] offen auseinander setzen, statt sie weiterhin zu verdrängen. «
       
      Ein aufrichtiger Dialog hat als Mindestkriterium zur Voraussetzung, dass beide Dialogpartner sich vorurteilsfrei theologisches und historisches Wissen über den anderen aneignen. Warum verweigern sich islamische Religionsführer dem? [Antwort: Der Koran scheint solche Haltung von ihnen zu fordern. Europäer müssen das zur Kenntnis nehmen — und z.B. durch geeignete Schulpolitik darauf reagieren. In Österreich — aber wohl noch nicht in Deutschland — scheint das wenigstens Lehrern inzwischen klar zu werden, s. Susanne Wiesingers Bericht.
       
      Muhammad: Eine historisch-kritische Studie zur Entstehung des Islams und seines Propheten (2016)
       
      Der missverstandene Koran: Warum der Islam neu begründet werden muss (2015)
       
      Allahs Buch und Allahs Feinde: Nichtmuslime und Abweichler in Koran und islamischer Tradition
       
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      Scharia für Nicht-Muslime — Was man wissen sollte (1)
       
      Koran und Scharia als Herrschaftsideologie — Was man wissen sollte (2)
       
      Den historischen Koran kann man rekonstruieren. Wir verfügen über eine höchst detaillierte Biografie Mohammeds, die Sira. Wenn wir in die Sira die entsprechenden Koranverse zu dem jeweiligen Lebensabschnitt einfügten, würden wir den ursprünglichen Koran wiedererschaffen. Jeder kann den historischen Koran lesen und verstehen.
       
      Es wird dann klar, dass es zwei verschiedene Korane gibt. Der frühe Koran aus Mekka ist religiös. Der spätere Koran, der in Medina geschrieben wurde, ist sehr politisch. Es ist wichtig, festzuhalten, dass sie sehr oft widersprüchliche Aussagen machen. Das ist die Grundlage islamischer Dualität.
       
      Der historische Islam erzählt eine Geschichte. Er beginnt mit poetischer Dichtung über Gott. Dann erklärt er jedem, der nicht mit Mohammed übereinstimmt, den Krieg. Er dokumentiert die Vernichtung der ursprünglichen Kafir-arabischen Kultur der Toleranz. Am Ende ergaben sich alle Araber in allen Details der Scharia. Die politische Unterwerfung von Kafir-Arabien unter den Islam war vollendet.
       
      Note: Der Text des Korans beinhaltet einen gravierenden Widerspruch zwischen den in Mekka und den in Medina herabgesandten Offenbarungen. In aufzulösen wurde von den Islamgelehrten das Prinzip der Abrogation eingeführt, wonach neuere Offenbarungen (Verse) die älteren Offenbarungen (Verse) aufheben bzw. in ihrer Gültigkeit einschränken. Liste aller Abgrogations.
       
      Damit ist klar, warum islamische Theologen ältere Schriften ignorieren: Sie postulieren ja, dass immer nur die zuletzt niedergeschriebene Variante aller Offenbarungen gültig sein soll [was an Gesetze in einem Gemeinwesen erinnert: Jedes kann jederzeit abgeändert werden]. Insofern ist der Islam und seine Scharia tatsächlich eher Herrschaftssystem als Religion.
       
      Das hat nun aber zur Folge, dass ein fruchtbarer Dialog — einer, der etwas bewegt, ein Dialog des Zusammenfindens — zwischen Christen und strenggläubigen Muslims unmöglich ist: Muslims haben der Version des Korans (und der Scharia) zu folgen, die man sie lehrt. Nichts davon darf für sie diskutabel sein. Jedes Nachdenken darüber, ob nicht anderes besser sein könne, ist ja schon als Sünde definiert.
       
      Für Muslime gibt es keine freie Gewissensentscheidung. Das ist der springende Punkt. Sie sind Gefangene ihrer Religion.
       
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      Wisse auch: Wie der Koran tatsächlich zustande kam