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Unsere Welt zu verstehen:  Kirche Politik



 Beitrag 0-493
 
 

 
Kirche und Politik

allgemeiner:

Zum Unterschied zwischen ehrlicher und verhängnisvoller Politik

 
 
Gerne wird über die Frage gestritten, in welchem Ausmaß Kirche — oder ob sie denn überhaupt — sich in die Politik einmischen dürfe.
 
Dabei ist die Antwort doch ganz einfach:
 
Wer als Vertreter einer Organisation zu einer politischen Frage Stellung bezieht, darf das dann und nur dann tun, wenn die Frage Interessen oder moralische Grundsätze der durch ihn vertretenen Organisation betrifft.
     
  • Wenn z.B. ein Kirchenvertreter im Namen seiner Kirche sich zum Tempolimit auf Autobahhnen äußern würde, wäre das mehr als nur unangebracht.
     
  • Ebenso schlimm aber ist, wenn er sich zu humantären Fragen, die kontrovers diskutiert werden, NICHT äußert (wenn also z.B. führende Vertreter der christlichen Kirchen ungerechte, unmenschliche Behandlung von Flüchtlingen stillschweigend hinnehmen).

Richtig gehandelt haben Kirchenvertreter,
     
  • als sie Einspruch erhoben gegen einen Gesetzesentwurf von Bundesminister Spahn, nach dem es erlaubt worden wäre, Hirntoten Organe zu entnehmen, obgleich das doch nur möglich ist, wenn man — anders als bei palliativer Sterbebegleitung — die Körperfunktionen zwecks Organentnahme auf jeden Fall aufrecht erhält.
     
    In diesem Fall argumentierten die Kirchenvertreter sachkundig und theologisch, so dass heute jedem gestattet ist, in Ruhe zu sterben (statt angehängt an medizinische Apparate).

Inkompetente, Vertrauen der Wähler mißbrauchende Politik liegt z.B. dort vor, wo Politiker Lobbyisten blind vertrauen und sie — was heute nicht selten ist — sogar Gesetzesentwürfe (!) mit formulieren lassen.
 
Undemokratische — und daher verdammenswerte — Einflussnahme von Kirchenvertretern, z.B. islamischer Imame — liegt dort vor, wo jungen Menschen die Freiheit genommen wird, sich selbst für einen Glauben zu entscheiden, der ihnen als der am ehesten richtige erscheint. Wo Politiker das zulassen — oder durch entsprechende Schulpolitik sogar fördern —, werden sie ihrer Aufgabe, neutral zu agieren und Jugendliche zu schützen, NICHT gerecht.
 
All das aber nimmt man heute noch viel zu wenig ernst.
 
Was Vertreter der christlichen Kirchen betrifft, ist ihnen i.A. leider immer noch vorzuhalten, dass sie sich allzu selten rechtzeitig und entschieden genug äußern:
     
  • einerseits dort, wo ihr Einspruch Menschen helfen könnte (sie z.B. vor dem Ertrinken im Mittelmeer bewahren könnte),
     
  • andererseits aber auch dort, wo durch ihr Schweigen Kollegen vor berechtigter Strafverfolgung geschützt und Geschädigte um ihr Recht gebracht werden.

 
 
Und bedenken wir auch: Fürs gute Gelingen einer Gemeinschaft sind nicht nür ihre Führer zuständig. Was sie an Meinung und Handeln zu bündeln versprachen, muss von jedem einzelnen Mitglied der Gemeinschaft ausgehen. Wo solche Quelle versiegt, kann der Politker ja nur seine eigene Meinung als die aller verkaufen.

 


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seiteKrhpltkneshe: Krhpltkneshe1gegreit


Kirche, Politik und ihre Ehrlichkeit


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