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 Beitrag 0-406
 
 

 
Entropie und thermodynamisches Gleichgewicht

 
 
Ein in sich abgeschlossenes System frei gegen einander beweglicher Teilchen — man nennt solche Systeme ideale Gase — befindet sich genau dann im thermischen Gleichgewicht, wenn es absolut gleichförmige Struktur hat, d.h. wenn die Gleichförmigkeit der Teilchenverteilung praktisch nicht mehr wachsen kann.
 
Was in populärwissenschaftlicher Literatur als "Unordnung" bezeichnet wird, ist nichts anderes als das Ausmaß, in dem die Teilchenverteilung gleichförmig ist.
 
Da die Gleichförmigkeit der Teilchenverteilung mit der Temperatur des Gases — d.h. mit der Geschwindigkeit seiner sich frei gegen einander bewegenden Teilchen — steigt, lässt sich auch sagen: Die Entropie des Systems — sie quantifiziert unser fehlendes Wissen über seinen Miikrozustand — wächst mit seiner Temperatur.
 
 
 
Gegenstand der Wärmelehre sind Teilchensysteme, die man mit sehr guter Näherung als ideales Gas betrachten kann.
 
Genau genommen aber kennt die Natur keine idealen Gase. Der Grund hierfür: Da jedes Teilchen Energie darstellt und daher Gravitation erzeugt, reduziert es die Freiheit der sich relativ zu ihm bewegenden anderen Teilchen.

 


aus Notizen zu:

Über Entropie


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