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Unsere Welt zu verstehen:



 Beitrag 0-374
 
 

 
Warum Hans-Peter Dürr

zu Unrecht der Esoterik verdächtigt wurde

 
 
Mit großem Erstaunen stelle ich imer wieder fest, dass selbst viele Naturwissenschaftler, ja sogar so ehemalige Physiker, den inzwischen verstorbenen Hans-Peter Dürr als Esoteriker einordnen. So wie ich ihn durch seine Schriften und Vorträge kenne, war er das auf keinen Fall:
 
Er hat sich lediglich die Freiheit genommen, immer wieder auch über Zusammenhänge nachzudenken, welche die Physik bisher noch so gut wie gar nicht verstanden hat.
 
Ganz besonders über das Zusammenwirken von Geist und Materie in der gesamten Natur hat Dürr sich Gedanken gemacht und dabei auch fernöstliche Philosophie mit unter die Lupe genommen.
 
Dürr — ein Schüler Heisenbergs — war Quantenphysiker und als solcher schrieb er einmal:

 
 
Ich habe als Physiker 50 Jahre lang — mein ganzes Forscherleben — damit verbracht zu fragen, was eigentlich hinter der Materie steckt.
 
Des Endergebnis ist ganz einfach:
 
Es gibt keine Materie!

 
 
Viele haben ihm dieses Aussage übel genommen, da sie nicht verstanden, was er damit sagen wollte:
 
Sie haben nicht verstanden, dass aus Sicht der Quantenphysik auch jedes Stück Materie sich seinem wahren Wesen nach als Summe von Feldanregungen im Felde der 4 physikalischen Gründkräfte darstellt — als nichts weiter sonst.
 
Quantenphysiker aber wissen: Was Laien als die charakteristischen Merkmale von Materie ansehen — nämlich sichtbar und anfassbar zu sein — sind Eigenschaften, die einzig und allein unser Gehirn uns vorgaukelt, indem es
  • in unser Auge fallendes Licht zum Eindruck » Farbe « macht
  • und uns den Widerstand bewusst macht, mit dem die physikalischen Grundkräfte sämtliche Elementarteilchen, welche man als Fermionen einordnet, auf Abstand zueinander halten,
so dass sich dann aus unserer makroskopischen Sicht heraus gewisse Wellenpakete als gut sichtbare, handfeste materielle Objekte im umgangssprachlichen Sinne darstellen.
 
 
Die eigentliche Ursache dafür, dass Dürr von vielen der Esoterik verdächtigt wurde, war dann aber vor allem, dass er seinen Zuhörern immer wieder klar zu machen suchte, dass Wellenpakete ebenso wenig genau von einander abgrenzbar sind, wie Wellen im Ozean es sind: Sie gehen fließend ineinander über und interferieren mit einander selbst noch dort, wo sie nur extrem schwach präsent sind — letztlich also im gesamten Universum (!). Dass diese Erkenntnis der Quantenphysiker für viele Menschen sich als Esoterk darstellt, liegt einfach nur daran, dass
  • sie für Laien wenig nachvollziehbar erscheint (Wer kann sich schon so ohne weiteres vorstellen, dass sich ein Baum und ein darin willentlich hin und her bewegendes Eichhörnen als Wellenpakete addieren?)
  • und Wissenschaftlern sehr wohl bewusst ist, dass die Physik noch weit davon entfernt ist, zu verstehen, wie aus Feldanregungen Geist emergiert und der einem der Wellenpakete (dem Einhörnchen) befehlen kann, sich relativ zum anderen (dem Baum und seinen Ästen) sehr schnell zu bewegen.
Nachdem wir aber definitv wissen, dass aus Materie Geist — menschliches Bewusstsein etwa — emergiert, sollten wir uns nicht scheuen, darüber nachzudenken, wie es dazu kommt und welche Konsequenzen sich daraus für die versteckte Verflechtung sämtlicher auf unserer Welt existierender Lebewesen ergibt.
 
Für Dürr war das selbstverständlich — für so manche seiner Zuhörer aber nicht, da sie offenbar der Meinung waren, dass Esoteriker sein müsse, wer die Natur selbst dort noch zu interpretieren wagt, wo Physik sie noch viel zu wenig versteht.
 
 
Wissenschaftler wie Dürr — solche, die über den Tellerrand dessen hinausdenken, was sich als schon abgerundetes physikalisches Wissen darstellt — sind selten und daher besonders wertvoll. Sie sind die wirklichen Pioniere der Wissenschaft. Wer geneigt ist, z.B. auch Rupert Sheldrake oder Thomas Görnitz als der Esoterik nahestehend einzuordnen, sollte sich dessen bewusst sein. Keiner von beiden hat diese Herabwürdigung seiner Lebensleistung verdient.
 
Weder Dürr, noch Görnitz, und auch nicht Sheldrake sollte man nach dem beurteilen, was Leute, die sie als Esoteriker oder "Parawissenschaftler" brandmarken wollen, über sie schreiben.
 
Dürr, Görnitz und ganz besonders Sheldrake — aber vielleicht sogar alle Wissenschaftler, die den Mut haben, weiter als andere zu denken — kann wirklich nur zutreffend beurteilen, wer vorurteilslos gelesen und gehört hat, was sie selbst schrieben oder in Vorträgen gesagt haben.
 
Wissenschaftler unterscheiden sich von Esoterikern stets nur darin, wie logisch, präzise und vorurteilslos sie argumentieren, auf keinen Fall aber durch den Gegenstand ihrer Argumentation.


 


aus  Notizen  zu:

Zu Hans-Peter Dürrs Philosophie


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