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Unsere Welt zu verstehen:  Sternpopulationen



 Beitrag 0-358
 
 

 
Sternpopulationen

Man unterscheidet grob
     
  • Sterne der Population I — das sind besonders junge Sterne, die — wie unsere Sonne — hohe Matallizität aufweisen (d.h. schon besonders viele Elemente schwerer als Wasserstoff und Helium enthalten).
     
  • Bei Sternen der primitiveren Population II ist die Metallizität wesentlich geringer. Sie entstanden demnach früher (und werden auch Halosterne genannt).
     
  • Sterne der Population III sind jene, die nur aus Urknallgas entstehen konnten (also nicht aus schon in explodierten Sternen erbrüteten sog. "Metallen".
     
    Ein erstes Exemplar aus Population III wurde erst 2014 entdeckt. Es existiert darin kein Eisen.
     
    In 2015 fand man dann schließlich erstmals eine Galaxie, welche offensichtlich noch recht viele Population-III-Sterne enthält. Sie strahlt besonders hell, aber natürlich sehen wir nur ihr Bild aus ferner Vergangenheit.

 
Note: Da Wasserstoff und Helium auch heute noch die Zusammensetzung aller Sterne dominieren, hat es sich in der Astronomie eingebürgert, den ganzen Rest der chemischen Elemente zusammenfassend » Metalle « zu nennen.
 
Die Sonne zum Beispiel besteht zu 92 Prozent aus Wasserstoff, zu 7.8 Prozent aus Helium und nur zu 0.2 Prozent aus schwereren Elementen.
 
 
 
Nebenbei Interessant:
 
Der renommierte Bonner Astronom Hans Jörg Fahr schreibt auf S. 184 seines Buches Mit oder ohne Urknall (aktualisierte Ausgabe von 2016):
    Das Alter der Population II Sterne wird nach der derzeitigen Sternentwicklungstheorie bei etwa 15 Mrd. Jahren vermutet. Und das, trotzdem man das Alter unseres Universums heute auf nur 13,7 Mrd. Jahre beziffert (!).

Fahr schreibt auch (S. 98), dass der Wert des Hubble-Parameters — anhand dessen sich dann das Alter unseres Universums berechnet — von unterschiedlichen Astronomenschulen deutlich unterschiedlich abgeschätzt werde: derzeit zwischen 50 und 100 (km/s)/Mpc.
 
Hubble selbst ging von 530 km/s/Mpc aus, demzufolge Kosmologen dann bis etwa 1980 noch von einem Alter unseres Universums von nur etwa 4 Mrd. Jahren ausgingen, und das, obgleich doch schon in den 50-er Jahren einige Proben von Erdgestein mit radiologischen Methoden als 4.5 Mrd. Jahre alt erkannt worden waren.
 
FRAGE also: Wie ernst ist es zu nehmen, wenn der Wert des Hubble-Parameters heute auf 71.9 km/s/Mpc geschätzt wird mit einer Unsicherheit von angeblich nur noch 3.8 Prozent [ und demzufolge das Alter unseres Universums 13.8 Mrd. Jahre betragen soll ]?

 


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seiteSenouainn: Senouainn1gegreit


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