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Unsere Welt zu verstehen:  Reiche Hälfte



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Muss Geld vielleicht wirklich extrem ungleich verteilt sein?

 
 
In der Süddeutschen Zeitung (SZ vom 24.1.2018, S. 15) wird berichtet, dass  45 Reiche die Hälfte des Vermögens aller Deutschen besitzen .
 
Auf den ersten Blick klingt das nach einer großen Ungerechtigkeit, da all dieses Geld ja letztlich nur deshalb erwirtschaftet werden konnte, weil es über jene 45 extrem reichen Personen hinaus auch noch 80 Millionen anderer gibt.
 
 
Zu bedenken ist aber auch:
 
Die Verteilung des Vermögens jener 45 auf alle würde jeden von uns kaum reicher machen.
 
Wäre das gesamte Vermögen aller Deutschen aber absolut gleichmäßig auf alle verteilt, käme es wahrscheinlich zu gar keinen Großinvestitionen mehr: Die demokra­tischen Prozesse, die dann notwendig wären, entsprechend viel Geld für ein bestimmtes Projekt zusammem zu bekommen, würden einen Großteil der Mittel, um die es geht, auffressen — d.h. vernichten.
 
Wie die Beispiele Elon Musk — oder auch Bill Gates — zeigen, würde sich für so manches, was heute durch Großkapitalisten einfach in die Wege zu leiten ist — weil i.W. nur sie entscheiden —, wohl gar keine Mehrheit finden. Es würde also nie verwirklicht werden.
 
Welcher Ägypter hätte, wenn vor 4000 Jahren alle Macht und alle Mittel gleich verteilt gewesen wären, eine Pyramide bauen können, die wir heute als Kulturerbe einstufen?
 
 
Und nicht zuletzt: Wer Geld ausgibt — insbesondere sehr viel Geld — schafft natürlich auch Arbeitsplätze, von denen andere leben können. Man könnte also fragen: Ist jedes Anhäufen großer Vermögen nicht letztlich doch nur zeitlich verzögertes Verteilen von Wohlstand?

 


aus  Notizen  zu:

Gesellschaftlich Bedenkenswertes


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