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 Beitrag 0-310
 
 

 
Naturalismus, Idealismus und Dualismus

 
 
Josef Hohnerkamp charakterisiert sie kurz wie folgt:
     
  • Naturalisten glauben: Geist emergiert aus Materie (letzlich also aus Energieverteilung).
     
  • Idealisten sind der umgekehrten Meinung: Materie, so denken sie, ist eine Schöpfung des Geistes.
     
  • Dualisten sehen Geist und Materie als zwei unabhängige Entitäten.

ABER: Der Dualismus — zurückgehend auf Decartes — hat heute kaum noch Anhänger.
 
Am zahlreichsten scheinen heute die Naturalisten (siehe Holm Tetens: » Der Naturalismus: Das metaphysische Vorurteil unserer Zeit? «, 2013).
 
 
Bedenken sollte man:

Gebhard Greiter (2017):
 
Die Existenz zeitlos gültiger mathematischer Wahrheiten
 
und die Einsicht, dass Materie durch sie geformte Energieverteilung darstellt,
 
scheinen den Standpunkt der Idealisten zu stützen.

Noch völlig unklar ist:
 
Wie unabhängig voneinander existieren Geist und Energie?

 
 
Und was genau ist denn eigentlich Geist?
     
  • Haben wir darunter zu verstehen, was mathematische Wahrheiten garantiert und die Natur zwingt, ihnen zu gehorchen?
     
  • Oder sollten wir unter Geist wirklich nur den Teil in uns zu verstehen, der uns z.B. befähigt, mathematische Wahrheiten als solche zu erkennen?

Mindestens die Antwort auf die Frage » Wie unabhängig voneinander existieren Geist und Energie? « wird doch wohl davon abhängig sein, welche der beiden Definitionen wir zugrunde legen. Was also sollen wir unter Geist verstehen? Sind noch weitere Möglichkeiten denkbar, diesen Begriff zu definieren?
 



 


aus Notizen zu:

Wie es zu Emergenz – spontan entstehender Ordnung – kommt


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