Unsere Welt zu verstehen:



 Beitrag 0-248
 
 

 
Freier Wille – worin er besteht



Aus einem anonymen Beitrag in Spiegel Online :
 
Unser Wille ist frei, wenn er sich unserem Urteil darüber fügt, was zu wollen richtig ist.
 
 
Unser Wollen ist unfrei, wo Urteil und Wille (oder Möglichkeit) auseinander fallen.

 
das ist z.B. der Fall beim Unbeherrschten, den seine übermächtigen Wünsche überrennen und zu einer Tat treiben, die er bei klarem Verstand verurteilt; und es ist der Fall beim inneren Zwang, wo wir gegen besseres Wissen einem süchtigen Willen erliegen.
 
Die Unfreiheit zu überwinden und zur Freiheit zurückzufinden heißt Urteilen und Wollen wieder zur Deckung zu bringen: Tun zu können, was unser Urteil als nun angebracht erachtet.
 
...
 
Aber zeigen die Bilder nicht, dass in Wirklichkeit gar nicht wir entscheiden, sondern das Gehirn? Das klingt, als wären wir unfreie Marionetten. Doch so kann es nicht sein. Das Gehirn nämlich kann gar nichts entscheiden, die Idee des Entscheidens hat keinen logischen Ort in der Rede übers Gehirn. Entscheidungen im eigentlichen Sinne gibt es nur, wo von Gründen und von Überlegen die Rede sein kann.
 


Die letzte Aussage wird verständlich, wenn man sich vor Augen führt, dass unser Gehirn nur abstrakte Information kennt, Grundlage allen Überlegens und Urteilens aber stets nur konkrete Information sein kann.

 


aus Notizen zu:

Freier Wille — auf Quantenebene sicher NICHT zu verstehen (oder doch?)


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