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Unsere Welt zu verstehen:



 Beitrag 0-129
 
 

 
Gravitation und elektrostatische Kraft

 
 
Leider ignoriert das Standardmodell der Elementarteilchenphysik die Gravitationskraft. In praktischer Hinsicht allerdings ist das kein Problem, denn die zwischen zwei Elektronen wirkende Gravitationskraft ist um den Faktor 1043 geringer als die elektrostatische Kraft.
 
Sie zu vernachlässigen ist daher in etwa dasselbe, als würde man bei der Vermessung des beobachtbaren Universums eine Strecke außer Acht lassen, die dem Durchmesser eines einfachen Atomkerns entspricht.
 
 
Dass die Wirkung der Gravitation so gering ist, mag überraschen, wo wir doch wissen, dass sie ganze Planetensysteme, ja sogar Galaxien zusammenhält. Doch dass die Gravitation in der makroskopischen Welt so stark erscheint, liegt einfach nur daran, dass sich hier die Wirkung einer gigantischen Anzahl von Materieteilchen summiert, wohingegen die elektrostatische Kraft sich der Ladungsneutralität der Atome wegen weitgehnd selbst neutralisiert.
 
 
Dennoch: Die Einbindung der Gravitationskräfte in ein vollständiges Bild der Fundamentalkräfte ist ein ganz zentrales Problem der Physik — bisher aber noch ungelöst.

 


aus  Notizen  zu:

Die Grundkräfte der Natur


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