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Unsere Welt zu verstehen:



 Beitrag 0-46
 
 

 
Wie Newton und sein Widerpart Leibniz Raum und Zeit sahen

 
 
Newton sah den Raum als einen Behälter, in dem Objekte wohnen, die sich zeitabhängig verschieden schnell durch ihn bewegen.

 
Völlig anders Leibniz: Für ihn gab es diesen Behälter nicht. Er hielt den Raum ebenso wie die Zeit für etwas rein Relationales:
  • Raum sei einfach nur eine Ordnung des Neben-einander-Bestehens von Objekten: die Gesamtheit der relativen Anordnungen der Körper,
  • wohingegen Zeit nur als ein Auf-einander-Folgen von Ereignissen existiere.

Die Ursprünge solch einer relationalen Theorie von Raum und Zeit gehen auf Decartes (1596-1650) zurück. In seinen Prinzipien der Philosophie vertrat er die Ansicht, dass Ausdehnung das kennzeichnende Merkmal von Materie und Raum gleichermaßen bilde und sich die beiden daher nicht wesentlich unterscheiden. Der Raum, so Descartes, sei die Gesamtheit der Erstreckungen und Positionen der Körper relativ zueinander dar, und Bewegung gebe es nur als Veränderung der Abstände und Anordnung der Körper untereinander. Einen wahrhaft unbewegten Ort dagegen gebe es nicht.
 
Leibniz hat diesen Gedanken aufgenommen und zu einer systematischen Theorie des Raumes ausgebaut. Auch seine kausale Theorie der Zeitfolge ist tatsächlich Teil dieses umfassenden relationalen Ansatzes.
 
Für Descartes und Leibniz war der Raum die Gesamtheit aller möglichen Anordnungen von Dingen, die gleichzeitig existieren.


 


aus  Notizen  zu:

Zur Allgemeinen Relativitätstheorie


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